-
Was geschieht nach einem Notruf? 
Das ausgelöste Notsignal wird per Satellit an eine von weltweit 40 Bodenstationen (LUTs) weitergeleitet. Von dieser Bodenstation aus wird das Signal an eines von 25 regional zuständigen Mission Control Centern gesendet. Für Deutschland ist dies z. B. das Center in Toulouse/Frankreich oder das in Kinloss/Schottland. Von dort geht der Notruf weiter an das zuständige Rescue Coordination Center (Rettungsleitstelle). In Deutschland ist dies z. B. die SAR-Leitstelle der Luftwaffe in Münster. Mithilfe der in der Datenbank hinterlegten Informationen wird dort geprüft, ob sich der Notsender am Ort der empfangenen GPS-Koordinaten befinden kann, dann wird versucht, mit den angegebenen Personen Kontakt aufzunehmen, um einen eventuellen Fehlalarm auszuschließen. Über die weiteren Schritte entscheiden die Mitarbeiter im Rescue Coordination Center anhand der Datenlage.

Weitere Informationen gibt es bei folgenden Adressen:
Bitte bedenken Sie, dass nicht jedes Land über ein so zuverlässiges Rettungssystem verfügt, wie wir es haben. Insbesondere in Dritte-Welt-Ländern dürfte es daher sinnvoll sein, vor Reisebeginn eine Rettungskette zu organisieren bzw. dafür Vorbereitungen zu treffen. Diesbezügliche Informationen gehören in die Datenbank.
- Was ist das Besondere an diesem Notsender?
Der ResQFix® wird von ACR® produziert, einem führenden Unternehmen auf dem Gebiet der Notsender. Er wiegt 290 g (ohne Auftriebsbeutel) und hat folgende Abmessungen: ca. 3.71 cm x 14.75 cm x 5.8 cm. Damit ist dieser Notsender als Erster seiner Klasse auch für Wanderungen geeignet. Er ist kompakt, effizient, leicht und dabei überaus robust.
Weitere wichtige Merkmale sind:
- Er ist registriert.
- Er sendet das Notsignal auf 406 MHz.
- Er übermittelt GPS-Daten zur genauen Lokalisierung.
Der ResQFix® ist billigeren ELTs, die nicht registriert sind und auf 121,5 MHz bzw. auch auf 243 MHz senden, weit überlegen. Zu den Unterschieden der Systeme lesen Sie bitte unter www.equipped.org.
Dazu kommt, dass die Ortung von 121,5 und 243,0 MHz EPIRBs Anfang 2009 eingestellt wird. Lesen Sie dazu bitte weiter auf www.cospas-sarsat.org.
Weitere Information zu unseren Notsendern selbst finden Sie auf den Seiten von www.acrelectronics.com.
- Was ist bei der Nutzung zu beachten?

Für die optimale Organisation eines möglichen Rettungseinsatzes ist wichtig, dass möglichst umfangreiche Informationen über Ihre Reise in der Datenbank hinterlegt sind. Vor Beginn Ihrer Reise leiten wir Ihre Informationen zu einem Pauschalpreis von 15 Euro an die Datenbank weiter. Auf Wunsch erhalten Sie darüber eine Bestätigung.
Für eine Verbindung der ausgeklappten Antenne zu den Satelliten ist eine freie Sicht zum Himmel notwendig, daher könnte es in tiefen Bergtälern zu Beeinträchtigungen kommen. Hier empfiehlt es sich, möglichst hohe Geländebereiche aufzusuchen. Denken Sie bitte daran, dass das Signal keine Wände oder Decken durchdringen kann.
Bei der Nutzung von Notsendern sind die jeweiligen örtlichen Bestimmungen zu beachten. Die relativ hohen Bergungs- bzw. Einsatzkosten sind in aller Regel von demjenigen zu übernehmen, der mittels Notsender um Hilfe gerufen hat.
Ein Notsender sollte ausschließlich in echten Notsituationen aktiviert werden, z. B. wenn die Gefahr besteht, Gliedmaßen oder das Augenlicht zu verlieren, oder das Leben von Personen bedroht ist.
Liegt keine Notsituation vor, in der ein Notsignal per Notsender gerechtfertigt ist, lässt sich in vielen Fällen mit einem Satellitentelefon kostengünstig angemessene Hilfe organisieren.
-
Wie wird die Vermietung eines Notsenders abgewickelt? 
Sie fragen an, ob zu dem von Ihnen gewünschten Zeitraum ein Gerät frei ist. Ist das der Fall, füllen Sie bitte den Mietvertrag aus und senden diesen nach Grünwald (gerne auch per Fax an 089 669017). Außerdem überweisen Sie 100 Euro Reservierungskaution. Nach Eingang des Mietvertrages und der Reservierungskaution wird für Sie ein Notsender verbindlich reserviert. Als Bestätigung dafür erhalten Sie entweder eine E-Mail oder den von mir gegengezeichneten Mietvertrag als Faxkopie. Privatpersonen überweisen bis spätestens 10 Tage vor Mietbeginn eine Sicherheitskaution in Höhe von 700 Euro. Für deren termingerechtes Eintreffen ist der Mieter verantwortlich. Nach Eingang der Sicherheitskaution wird Ihnen das Gerät und das Zubehör in einem versicherten Paket mit der Deutschen Post AG zugeschickt.
Am Ende des Mietzeitraumes senden Sie das Gerät sowie das Zubehör in einem bis 2500 Euro versicherten Paket mit der Deutschen Post AG auf Ihre Kosten zurück. Der Zustand der Mietsachen wird geprüft, danach werden die Gesamtkosten mit der hinterlegten Kaution verrechnet. Ein etwaiges Guthaben aus der Kaution zu Ihren Gunsten bekommen Sie unverzüglich zurücküberwiesen. Durch die Kaution nicht gedeckte Kosten überweisen Sie bitte innerhalb von 5 Tagen nach Rechnungsstellung.
-
Ich habe ein Handy, ein GPS-Gerät und/oder ein Satellitentelefon. Wozu brauche ich zusätzlich einen professionellen 406-MHz-Notsender?
Einsame Gegenden werden von den üblichen Mobilfunknetzen im Allgemeinen nicht abgedeckt. Nur mit einem Satellitentelefon im weltumspannenden Iridium®-Funknetz könnten Sie im Notfall aus entlegenen Gebieten Kontakt zu Dritten herstellen. Aber selbst dann ist ein Notsender nicht zuletzt wegen seiner besonderen Robustheit eine sinnvolle Ergänzung dazu. Satellitentelefon und Notsender verhalten sich zueinander wie Hauptfallschirm und Reservefallschirm.
Ein Satellitentelefon ist gewöhnlich das erste Mittel der Wahl, wenn es darum geht, im Notfall Hilfe zu bekommen. Man kann damit bestimmten Personen oder Organisationen detailliert übermitteln, was passiert ist und was zur Rettung gebraucht wird. Im Norden Kanadas lässt sich z. B. kostengünstig ein Buschpilot herbeirufen. Die Aktivierung eines Notsenders löst hingegen ein genau festgelegtes, höchst aufwendiges und teures Rettungsprogramm aus. In Kanada z. B. startet eine mehrköpfige, hochqualifizierte Rettungsmannschaft mit einem Flugzeug vom Typ Herkules von einem eventuell viele Tausend Kilometer entfernten Standort. Die Kosten einer über einen Notsender veranlassten Rettung betragen meist ein Vielfaches der Kosten einer Rettung durch einen Buschflieger.
Allerdings sind Satellitentelefone aufgrund der Bauart und des Materials erheblich anfälliger als Notsender, die ja dafür konstruiert sind, auch unter extremen Bedingungen – z. B. bei Regen oder Schneestürmen – zu funktionieren. Der aus hochfestem Kunststoff bestehende ResQFix ® ist sogar nach einer Stunde in 5 Meter Wassertiefe noch dicht. Es gibt nur wenige Orte, an denen Notsender nicht funktionieren, z. B. unter einer Schneedecke oder in einer Höhle.
Nicht selten ist der Akku des Satellitentelefons leer telefoniert. Beim Akku eines Notsenders kann dies nicht passieren. Ein Notsender ist so ausgelegt, dass er auch nach 5 Jahren noch mindestens 24 Stunden lang sendet und selbst bei – 40° C noch mindestens 8 Stunden.
Bei einem Notruf per Satellitentelefon muss man seine genaue Position mitteilen. Dazu ist es nötig, ein GPS-Gerät mit sich zu führen. Beim ResQFix ® wird mit dem Notsignal automatisch die Position mittels des integrierten GPS bis auf 100 Meter genau übermittelt.
-
Persönliche Anmerkung zur Mitführung von modernster Technik bei Expeditionen 
Wer meint, ein Satellitentelefon oder ein Notsender nimmt einer Reise in entlegene Gebiete den Reiz des Abenteuers, sollte bedenken, dass es um sein Leben und das Leben der Mitreisenden gehen kann. Ich denke, weder Scott auf dem Weg zum Südpol noch Franklin auf der Suche nach der Nordwestpassage wären so verantwortungslos gewesen, dass sie einen Gegenstand zu Hause gelassen hätten, der ihnen und ihrer Mannschaft das Leben hätte retten können.